Die dritte Hose – die eigentlich keine ist

4. April 2016 3 Comments

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Ich habe eine Hose genäht. Nach meiner Streifenhose und meiner Clownhose wäre das dann die dritte Hose.

Mittlerweile ist auch noch eine Snowboardhose dazu gekommen, aber die zählt nicht richtig, denn da hat man keine Wahl. Snowboarden im Kleid geht einfach nicht so gut bzw. wäre sehr kalt.

 

Die Hose diesmal ist aber keine richtige Hose, sondern eigentlich eher eine Leggings. Sie ist aus jerseyartigem Stoff, der sehr elastisch und deswegen äußerst bequem ist. Viel bequemer als eine Hose auf Webstoff, die null nachgibt…

Ich habe die Hose fast komplett mit der Overlock und der Coverlockmaschine genäht. Nur der Reißverschluss ist mit der normalen Nähmaschine eingenäht.

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Die Nähte an den Innenbeinen sind mit dem Kettstich genäht und dann mit der Coverlock versäubert. So ist die Naht ganz flach und sieht durch die Zwillingsnaht sehr nach Jeans aus. Die äußeren Nähte habe ich auch mit dem Kettstich genäht und dann mit der Overlock versäubert.

 

 

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Die Hosensäume sind auch mit dem Kettstich genäht. So bleiben die Nähte elastisch.

Ich finde den Stich super, da er viel einfacher zu lösen ist als der dreifache Gradstich, eine elastischere Naht macht und nicht so fest ist. Einen Stich, der sich nicht trennen lässt, kann ich im Grunde nicht benutzen.

 

Formbund und Reißverschluss sorgen trotz extremer Bequemlichkeit für eine gute Passform. Den Reißverschluss musste ich sogar zweimal einnähen, da der erste leicht kaputt war. Er ging zwar auf und zu aber bei jedem dritten Schließen gab es eine kleine Lücke. Also direkt raus und einen neuen rein.

Durch den Formbund fühlt sich die Hose mehr nach Hose an und weniger nach Leggings.

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Mit Taschen sieht es aber eh nicht besonders nach Leggings aus, und die sind bei mir obligatorisch.

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Während der Verarbeitung hatte ich die Taschen zugeheftet, damit nichts verrutscht. Den Heftfaden habe ich dann am Ende einfach rausgezogen.

Auch wenn ich mich generell in Kleidern wohler fühle, wird diese optimale Mischung aus den Vorteilen einer Hose und der Bequemlichkeit einer Leggings wird sicher oft angezogen werden.

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Die Coverlockmaschine wurde mir freundlicherweise von Bernina zur Verfügung gestellt. Alles, was ich hier schreibe, ist meine eigene Meinung und nicht von Bernina beeinflusst.

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EllaMara

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3 Comments

  1. Antworten

    Susanne

    5. April 2016

    Klasse; toller Stoff und super Verarbeitung, du hast es einfach drauf, dir deine Kleidung auf den Leib zu schneidern.
    LG von Susanne

  2. Antworten

    Katrin [FrauVau]

    12. April 2016

    Schön geworden, Deine „Jeggins“. Auf den ersten Blick hätte ich wirklich gedacht, dass das eine knackig sitzende Stretch-Jeans wäre. Sehr gewieft, da einen Jersey zu nehmen. Bequemlichkeit geht halt doch über alles!
    LG
    Katrin

  3. Antworten

    MolliMops

    28. April 2016

    die sieht spitze aus! ich hätte jetzt auch eher auf jeggings aus stretchjeans getippt und ja, taschen müssen definitiv sein, ohne geht gar nicht.
    glg
    molli

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